|
Was ist Scoliose?Die Skoliose im Bereich der Lendenwirbelsäule und Brustwirbelsäule bedeutet eine dreidimensionale Deformität in allen drei Ebenen. In den meisten Fällen ist der Auslöser nicht bekannt und sie tritt normalerweise im Kindesalter auf.In der Frontalebene (wenn man sie von Vorne beobachtet), hat die Wirbelsäule eine normale lineare Verteilung, aber was die Sagittalebene (wenn man sie seitlich oder transversal beobachtet) anbelangt hat sie drei Kurven: Halswirbel, Lendenwirbel bei Lordose und Rückenwirbel bei Kyphose. Der Verlust dieser linearen Verteilung in der Sagittalebene wird klassisch als Skoliose bezeichnet, obwohl die Verkrümmung eigentlich dreidimensional ist, das heißt, mit Drehung der Wirbel und des Brutkorbs. Aus diesem Grund kann es zu Asymmetrie der Schultern, des Beckens, zu Verkürzung des Rumpfs, Rippenbuckel, Lendenwulst kommen und eine Brust kann sogar mehr vorstehen als die andere. Die Skoliose mit der wir uns befassen, mit einer Biegung von über 10 Grad, betrifft zwischen 1,5 und 4% der Kinder und Jugendliche, von denen nur 1% aber von einem Fachmediziner behandelt werden muss. Übrigens, Mädchen erkranken öfter als Junge. Ursachen:Je nach Ursprung, ist die Skoliose idiopathisch (der Auslöser ist nicht bekannt), angeboren (seit der Geburt), paralytisch (Kinderlähmung) oder sie ist auf andere seltene Krankheiten zurückzuführen. Hier wird über IDIOPATHISCHE SKOLIOSEN gesprochen, die 75% bis 85% aller Skoliosetypen ausmachen.Eine Skoliose zu diagnostizieren genügt nicht, man muss die Ursachen finden und Vorbeugungsmassnahmen treffen, aber die Skoliose darf nicht mit einer SKOLIOTISCHEN HALTUNG verwechselt werden: Fehlen eines Rippenbuckels und Drehung der Wirbeln. Die skoliotische Haltung entspricht in 8 von 10 Fällen einer Dysmetrie der unteren Glieder und verschwindet bei Bauchlage. Wann könnte es sich um Skoliose handeln? - In der Pubertät, den Rücken des Kindes systematisch untersuchen lassen. - Wenn in der Familie Fälle bekannt sind (erbliche Veranlagung, der Auslöser ist unbekannt). - Immer in Fällen einer Schieflage des Beckens oder einer Asymmetrie der Hüfte. - Bei allen Kyphosen oder Deformitäten im Brustkorb. - Bei allen Kindern die sich schlecht aufrechterhalten. Die idiopathische Skoliose ist eine Krankheit die vererbt wird. Alle Familienmitglieder müssen untersucht werden, alle Kinder, aber vor allem die Mädchen. Therapie:Als allgemeine Regel gilt alle Skoliosetypen zu behandeln die fortschreiten könnten, unabhängig vom Grad, obwohl man als Referenz folgende klassische Unterscheidung nehmen kann:- von 0º bis 20º --- expektative Behandlung (normales Leben, gymnastische Übungen, Schwimmen, usw.) - von 20º bis 50º --- orthopädische Behandlung (Korsett) - über 50 Grad --- chirurgische Maßnahmen. Diese sind allgemeine Angaben; die effektive Behandlung hängt auch von anderen Faktoren ab wie: wie schnell schreitet die Verbiegung fort, Art der Kurve, usw.… Es muss gesagt werden dass man von den konservativen Methoden nicht erwarten kann dass sie die Verbiegung verbessern oder dass sie das Fortschreiten der Krankheit verhindern. Sie sind aber zu empfehlen, weil sie die Muskeln stärken, vor allem wenn es sich um symmetrische Übungen handelt wie spazieren oder schwimmen. Und was das liebe und gute Korsett anbelangt, wird mit dieser Maßnahme bestenfalls der Grad der Skoliose beibehalten, die Kurve aber wird sich nie reduzieren. In allen Städten, Krankenhäusern und chirurgischen Orthopädieabteilungen haben alle ihre eigene Schule und Meinung dazu. Es gibt drei Faktore bei der Entwicklung der Skoliose die eine Operation rechtfertigen: das Fortschreiten der Krankheit bei Jugendlichen und Erwachsenen, eine schwere ästhetische Verschlechterung und wenn eine schwere Verkrümmung Atemprobleme und Schmerzen verursacht oder das Rückgrat destabilisiert. Der ideale Moment ist fast immer wenn der Knochen reif ist, dies ist aber nicht immer möglich. Und zum Schluss noch einige kurze Überlegungen: - Die Skoliose wird im Rahmen der körperlichen Untersuchung diagnostiziert. - Es gibt keine Behandlung, nicht einmal die rigorose, die in der Lage ist die Skoliose auf 0 Grad herabzusetzen. Mit anderen Worten, das beste Resultat einer Skoliose mit 20º ist die Beibehaltung dieser 20 Grad. - Man soll flexibel sein gegenüber den sportlichen Tätigkeiten und ein normales Leben führen. Es ist kein Fall bekannt wo das Sporttreiben und konkret das Schwimmen eine Skoliose verursacht hätten. Ganz im Gegenteil, wenn die Muskeln trainiert werden ist die Skoliose besser zu bewältigen. - Die Voraussetzungen für eine gute Behandlung sind: eine gute Familie, ein selbständiger Patient, ohne Krankheitsbewusstsein, und ein Arzt der überprüft wie sich die Krankheit entwickelt und der im richtigen Moment sagt ob der Patient ein Korsett tragen oder sich operieren lassen soll. |